Kontaktlinsenanpassung in Landshut
Die fachgerechte Anpassung von Kontaktlinsen ist ein Vorgang, der häufig unterschätzt wird. Heutzutage erhalten Sie selbst im Drogeriemarkt an der Ecke Kontaktlinsen, die Sie ohne weitere Prüfung kaufen können. Kontaktlinsen sind Medizin-Produkte, die sachgemäß verwendet werden sollten. Bei uns stehen dafür ein eingespieltes Team und moderne Untersuchungsgeräte bereit, die in dieser Zusammenstellung nicht selbstverständlich sind. Dadurch garantieren wir Ihnen langfristige Zufriedenheit mit Ihren Kontaktlinsen.
Für die Auswahl des richtigen Linsentyps und die nachfolgende Anpassung nehmen wir uns bewusst viel Zeit. Bei der Anpassung spielen Ihre persönliche Kontaktlinsengeschichte, spezielle Tragewünsche, sportliche Ambitionen oder auch arbeitsplatzspezifische Anforderungen eine wichtige Rolle.
So vermessen wir Ihre Augen
Neben der Bestimmung der exakten Sehstärke vermessen wir Ihre Augen mit hochtechnologischen Geräten:
Untersuchung und Dokumentation des vorderen Augenabschnittes
Diesen Prozess nehmen wir mittels Videospaltlampe auf. Dies können Sie (oder Ihre Begleitung) live mitverfolgen. Außerdem können wir Aufnahmen über Jahre hinweg miteinander vergleichen und eventuelle Änderungen an den Augen sichtbar machen.
3D-Vermessung Ihrer Hornhaut
Anhand einer 3D-Vermessung erstellen wir ein exaktes Modell, welches der Berechnung Ihrer ersten Probelinsen dient. Zudem können wir durch dieses Verfahren langfristige Veränderungen der Augenoberfläche sichtbar machen.
Analyse der hinteren Zellschicht Ihrer Hornhaut
Mit dieser exakten Vermessung können wir eine dauerhaft hohe Kontaktlinsen-Verträglichkeit gewährleisten.
Ausführliches Handhabungstraining
Unsere Kontaktlinsen-Experten nehmen sich viel Zeit, um Ihnen die korrekte Pflege und fachgerechtes Kontaktlinsentragen zu erklären.
Einfach, transparent und fair
Unser Komplettsystem
Um die Kosten für die gesamte Tragephase transparent und kalkulierbar zu gestalten, bieten wir Ihnen unser Komplettsystem an.
Enthalten sind:
Natürlich profitieren Sie darüber hinaus dauerhaft von neuen und innovativen Produkten. Dies gilt selbstverständlich auch, falls sich Ihre Anforderungen an die Kontaktlinsen einmal ändern sollten.
Was das kostet: Das Komplettsystem liegt je nach Linsentyp zwischen 29 und 65 Euro im Monat. Darin sind Linsen, Reservepaar, Pflegemittel und alle Kontrollen enthalten. Es kommt also nichts obendrauf, auch nicht bei einem außerplanmäßigen Termin.
Sklerallinsen werden individuell gefertigt und liegen darüber. Bevor Sie hier von einem Privatpreis ausgehen: Sklerallinsen sind formstabile Linsen, und bei einer anerkannten Indikation, etwa Keratokonus oder nach einer Hornhauttransplantation, kommt eine Verordnung zulasten der Krankenkasse in Betracht. Was in Ihrem Fall gilt, klären wir vor der Anpassung.
Welche Kontaktlinsen-Typen gibt es?
Weiche Kontaktlinsen aus Silicon-Hydrogel-Material sind die häufigste Wahl: Sie bieten hohen Tragekomfort und sind je nach Austauschrhythmus als Tageslinsen, Zweiwochen-, Monats- oder Jahreslinsen erhältlich. Tageslinsen sind pflegefrei und ideal für Gelegenheitsträger. Formstabile (harte) Linsen ermöglichen besonders scharfes Sehen. Vor allem bei Hornhautverkrümmungen sind sie eine gute Wahl.
Für Personen ab 40 gibt es Gleitsicht-Kontaktlinsen als Alternative zur Lesebrille. Orthokeratologie-Linsen (Nachtlinsen) werden nur über Nacht getragen und ermöglichen tagsüber klares Sehen ohne Korrektur. Welcher Typ am besten zu Ihnen passt, hängt von Hornhautform, Sehstärke, Tränenfilm und Lebensstil ab. Das ermitteln wir gemeinsam.
Auch bei schwierigen Fällen
Nicht jede Hornhaut lässt sich mit einer Standardlinse versorgen. Bei unregelmäßiger Hornhautoberfläche, etwa nach Hornhautoperationen oder bei starken Astigmatismen, sind individuelle formstabile Linsen oder spezielle Hybridlinsen nötig. Der häufigste Grund für eine unregelmäßige Hornhaut ist der Keratokonus; dazu haben wir eine eigene Seite mit allen Bauarten, dem Ablauf und der Kostenfrage.
Genau für diese Fälle sind wir ausgerüstet: Mit der 3D-Hornhautvermessung erfassen wir die genaue Topographie Ihrer Hornhaut, und mit der Videospaltlampe beobachten wir das Sitzverhalten der Linse auf dem Auge in Echtzeit. Aus Landshut und dem Umland kommen Patienten gezielt zu uns, wenn eine Standardanpassung nicht ausgereicht hat.
Ablauf der Anpassung
Eine gute Anpassung beginnt mit einer gründlichen Voruntersuchung: Wir prüfen den Tränenfilm, messen die Hornhautkrümmung und -topographie und bestimmen die Sehstärke präzise. Dann wählen wir eine passende Probelinse aus, die Sie direkt aufsetzen und tragen können.
Beim Kontrolltermin beurteilen wir mithilfe der Videospaltlampe, wie die Linse auf dem Auge sitzt, und passen Geometrie oder Material an, wenn nötig. Erst wenn Passform und Sehschärfe stimmen, bestellen wir die endgültige Linse.
Am Handhabungstraining-Termin zeigen wir Ihnen alles rund um Einsetzen, Herausnehmen und Pflege, bis Sie sich wirklich sicher fühlen. Dieser sorgfältige Prozess ist es, der den langfristigen Tragekomfort ausmacht.
Kontaktlinsen bei trockenen Augen
„Ich vertrage keine Kontaktlinsen" heißt fast immer: Die Augen wurden zu trocken. Das ist der häufigste Grund, warum Menschen wieder aufhören, und in den meisten Fällen kein Grund, es zu lassen.
Trockenheit hat Ursachen, die sich untersuchen lassen: Menge und Qualität des Tränenfilms, die Funktion der Liddrüsen, die Lidschlagfrequenz. Wer acht Stunden auf einen Bildschirm schaut, blinzelt deutlich seltener. Das allein trocknet aus, mit und ohne Linse. Deshalb messen wir den Tränenfilm, bevor wir überhaupt eine Linse auswählen.
Danach lässt sich gezielt reagieren: über Material und Wassergehalt, über einen kürzeren Austauschrhythmus, über Pflegemittel ohne Konservierungsstoffe oder über die Pflege der Lidränder. Beim Austauschrhythmus gilt: Tageslinsen kommen jeden Abend in den Müll, Ablagerungen können sich gar nicht erst aufbauen. Wenn Sie schon einmal mit Kontaktlinsen gescheitert sind: Bringen Sie die alten mit. Woran es gelegen hat, lässt sich meist rekonstruieren.
Wann zahlt die Krankenkasse Kontaktlinsen?
Für die meisten Erwachsenen sind Kontaktlinsen eine Privatleistung. Es gibt aber Ausnahmen, und die sind in der Hilfsmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses klar geregelt. Zwei Bedingungen müssen dabei gleichzeitig erfüllt sein.
Erstens ein Anspruch überhaupt. Bei Erwachsenen besteht er, wenn die Sehschärfe auf dem besseren Auge trotz bestmöglicher Brille bei 0,3 oder darunter liegt, das beidäugige Gesichtsfeld auf höchstens 10 Grad eingeschränkt ist oder wenn auf mindestens einem Auge ein Refraktionsfehler ab 6,25 Dioptrien beziehungsweise ab 4,25 Dioptrien Astigmatismus vorliegt. Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre entfällt diese Hürde.
Zweitens eine anerkannte Indikation. Die Richtlinie zählt neun auf, darunter Keratokonus, Aphakie, irregulärer Astigmatismus, Myopie oder Hyperopie ab 8,0 Dioptrien und Anisometropie ab 2,0 Dioptrien.
Drei Details überraschen viele: Verordnungsfähig sind ausschließlich Einstärken-Linsen. Gleitsicht- und Mehrstärkenlinsen zahlt die Kasse nicht. Formstabile Linsen gelten als Regelversorgung; weiche Linsen brauchen eine besondere Begründung und setzen einen erfolglosen Trageversuch mit formstabilen voraus. Und die Erstverordnung stellt immer eine Augenärztin oder ein Augenarzt aus. Ob das in Ihrem Fall greift, klären wir gemeinsam, bevor Kosten entstehen.
Nachsorge und regelmäßige Kontrollen
Kontaktlinsen sind Medizinprodukte, die regelmäßige Kontrolle erfordern. Wir empfehlen mindestens eine Jahreskontrolle: Dabei prüfen wir den Sitz der Linse, den Zustand der Hornhaut und die Qualität des Tränenfilms. Gerade bei formstabilen Linsen und speziellen Versorgungen ist diese Nachsorge unerlässlich, um Veränderungen früh zu erkennen.
Sollten Sie zwischendurch Beschwerden wie Rötungen, Brennen oder verschwommenes Sehen bemerken, melden Sie sich bitte direkt bei uns. Solche Signale sollten nicht ignoriert werden.
Wenn ein augenärztlicher Befund gebraucht wird, stimmen wir uns direkt mit Ihrer Augenarztpraxis ab. Das verkürzt die Wege und sorgt dafür, dass optometrische und medizinische Beurteilung zusammenpassen.
Häufige Fragen zur Kontaktlinsenanpassung
Wie lange dauert eine Kontaktlinsenanpassung?
Für den Ersttermin nehmen wir uns eine gute Stunde Zeit: Voruntersuchung, Vermessung, Auswahl und erstes Probetragen. Danach folgt mindestens ein Kontrolltermin, bei dem wir den Sitz beurteilen und nachjustieren. Bei formstabilen oder speziellen Versorgungen sind es entsprechend mehr Termine. Erst wenn Passform und Sehschärfe stimmen, wird die endgültige Linse bestellt.
Kann ich Kontaktlinsen erst zur Probe tragen?
Ja, das ist sogar der Regelfall. Sie setzen die Probelinse noch bei uns ein und tragen sie im Alltag. Erst dort zeigt sich, ob sie bei Bildschirmarbeit, Sport oder abendlicher Müdigkeit hält, was sie im Prüfraum verspricht. Ihre Rückmeldung fließt direkt in die endgültige Auswahl ein.
Ab welchem Alter sind Kontaktlinsen möglich?
Eine feste Altersgrenze gibt es nicht. Entscheidend sind Verantwortungsbewusstsein und Hygiene, nicht das Geburtsjahr. Manche Zehnjährige kommen besser zurecht als manche Erwachsene. Bei Kindern spielt oft ein zweiter Grund mit: Bestimmte Kontaktlinsen können das Fortschreiten einer Kurzsichtigkeit bremsen. Mehr dazu auf unserer Seite zum Myopie-Management.
Kann ich mit Kontaktlinsen schwimmen?
Nicht mit offenen Augen unter Wasser, weder im Schwimmbad noch im See. Wasser enthält Keime, die sich unter der Linse festsetzen können. Wer trotzdem nicht auf Sehen im Wasser verzichten will, fährt mit Tageslinsen plus dicht sitzender Schwimmbrille am besten: Die Linse kommt danach direkt in den Müll, es bleibt nichts, was sich weiterträgt.
Wie oft muss ich zur Kontrolle?
Bei weichen Kontaktlinsen kontrollieren wir alle sechs Monate. Bei formstabilen und speziellen Versorgungen richtet sich der Abstand nach dem Befund. Diese Termine sind kein Selbstzweck: Veränderungen an Hornhaut und Tränenfilm entwickeln sich schleichend und tun nicht weh. Wer sie früh sieht, kann reagieren, bevor die Linse unverträglich wird.